Teilkasko günstig: Schutz für dein Fahrzeug bei äußeren Einflüssen
Die Teilkaskoversicherung ergänzt die gesetzliche Haftpflicht um den Schutz deines eigenen Fahrzeugs, wenn es durch äußere Einflüsse beschädigt wird. Sie kommt für Schäden auf, die du selbst nicht beeinflussen kannst: Diebstahl, Brand, Explosion, Kurzschluss, Glasbruch, Naturgewalten wie Sturm, Hagel oder Überschwemmung sowie Kollisionen mit Tieren. Teilkasko ist damit ein sinnvoller Mittelweg zwischen reiner Haftpflicht und Vollkasko. Sie eignet sich vor allem für Fahrzeuge, deren Zeitwert einen Vollkaskotarif nicht mehr rechtfertigt, aber noch zu hoch ist, um völlig unversichert zu bleiben.
In diesem Artikel erfährst du, wann eine Teilkasko sinnvoll ist, welche Schäden sie abdeckt und wie du 2026 einen günstigen Teilkaskotarif findest. Du lernst, warum die Wahl der Selbstbeteiligung und der Einschluss bestimmter Klauseln entscheidend für die Prämie sind und wie du das Preis‑Leistungs‑Verhältnis einschätzt. Außerdem geben wir dir praktische Hinweise zur Schadensabwicklung und Tipps, wie du die Teilkasko mit anderen Versicherungsbausteinen kombinieren kannst.
Welche Schäden übernimmt die Teilkasko?
Teilkasko deckt Schäden, die nicht durch dein eigenes Fahrverhalten verursacht werden, sondern von außen einwirken. Das umfasst typische Gefahren wie Diebstahl des gesamten Fahrzeugs oder von fest eingebauten Teilen, Brand oder Explosion aufgrund von Kurzschluss, Glasbruch an Scheiben, Scheinwerfern und Außenspiegeln sowie Naturgewalten wie Sturm, Hagel, Blitzschlag, Lawinen, Erdrutsche und Überschwemmung. Auch Wild‑ und Tierunfälle sind versichert, jedoch nur Kollisionen mit Haarwild (z. B. Rehe, Wildschweine), sofern nicht anders vereinbart. Viele Versicherer erweitern den Schutz auf alle Tiere, was in Regionen mit Viehhaltung oder freilaufenden Haustieren sinnvoll sein kann. Einige Tarife schließen außerdem Marderbisse an Kabeln und Schläuchen ein.
| Schadensereignis | Versicherungsschutz | Hinweis |
|---|---|---|
| Diebstahl/Einbruchdiebstahl | Ja | gilt für Fahrzeug und fest eingebaute Teile |
| Brand/Explosion | Ja | auch Kurzschluss und Blitzschlag |
| Glasbruch | Ja | Scheiben, Scheinwerfer, Spiegel |
| Sturm/Hagel/Überschwemmung | Ja | Windstärke ab 8 |
| Wildunfall | Ja | Standard: Haarwild; erweiterbar auf alle Tiere |
| Marderbiss | teils | abhängig vom Tarif, häufig nur Folgeschäden |
Wichtig: Schäden durch Vandalismus, Unfallflucht oder selbst verursachte Unfälle deckt die Teilkasko nicht ab. Dafür ist eine Vollkasko nötig. Die Teilkasko ist daher kein Rundumschutz, sondern eine Ergänzung zur Haftpflicht, die bestimmte Risiken abdeckt. Wer einen Kredit oder Leasingvertrag hat, sollte prüfen, ob der Finanzierer Vollkasko vorschreibt, um das finanzierte Objekt vollständig abzusichern.
Wann ist Teilkasko sinnvoll?
Ob eine Teilkasko für dich sinnvoll ist, hängt vom Fahrzeugwert und von deinem Sicherheitsbedürfnis ab. Für ältere Autos mit geringem Restwert lohnt sich in der Regel kein Kaskoschutz. Für neuwertige oder sehr kostspielige Fahrzeuge hingegen ist eine Vollkasko angebracht, da sie auch selbst verschuldete Schäden übernimmt. Teilkasko bietet sich an, wenn dein Auto einen mittleren Wert hat: hoch genug, dass ein Totalschaden ärgerlich wäre, aber nicht so hoch, dass du die Mehrkosten einer Vollkasko tragen möchtest. Sie eignet sich auch für Fahrzeuge, die häufig im Freien abgestellt werden und dadurch anfälliger für Wetter‑ und Vandalismusschäden sind.
Eine weitere Überlegung ist dein persönliches Risikoprofil: Wohnst du in einer Gegend mit hoher Diebstahlquote? Parkst du oft unter Bäumen oder in Regionen mit großer Wilddichte? In solchen Fällen kann eine Teilkasko besonders sinnvoll sein. Auch Fahrer, die ihr Auto finanzieren, aber keinen Vollkasko verpflichtenden Kredit haben, profitieren vom Teilkaskoschutz, um ihren Wagen vor den gängigen Naturgefahren zu schützen.
Spartipps: Teilkasko günstiger machen
- Selbstbeteiligung erhöhen: Übliche Selbstbehalte liegen bei 150 Euro. Wer auf 300 Euro oder sogar 500 Euro geht, senkt den Jahresbeitrag spürbar. Voraussetzung ist, dass du diese Summen im Schadensfall ohne Probleme aufbringen kannst.
- Werkstattbindung wählen: Auch bei Teilkasko bieten viele Versicherer Tarife mit Werkstattbindung an. Im Schadensfall musst du dein Fahrzeug in einer Partnerwerkstatt reparieren lassen, erhältst dafür jedoch einen Beitragsrabatt von bis zu einem Viertel.
- Fahrleistung anpassen: Wie bei der Haftpflicht ist auch bei Teilkasko die jährliche Fahrleistung ein Beitragstreiber. Reduziere sie realistisch, wenn du weniger fährst.
- Fahrzeugwahl beachten: Modelle mit niedriger Typklasse sind günstiger versichert. Überlege, ob du ein Auto mit moderater Leistung wählst, wenn du einen Neukauf planst.
- SF‑Klasse halten: Die Schadenfreiheitsklasse wirkt sich auch auf die Teilkaskoprämie aus, wenn du eine kombinierte Police abschließt. Fahre umsichtig, um Rückstufungen zu vermeiden.
Beachte, dass Teilkasko zwar günstiger als Vollkasko ist, aber nicht alle Risiken abdeckt. Prüfe daher genau, ob du mit den Ausschlüssen leben kannst. Falls dein Fahrzeug noch einen hohen Wert hat oder finanziert ist, informiere dich über die Vorteile einer Vollkasko.
Praxisbeispiele
Beispiel 1: Cabriofahrer ohne Garage
Sarah besitzt ein sieben Jahre altes Cabrio, das sie im Sommer häufig nutzt und im Winter abmeldet. Das Fahrzeug hat einen mittleren Wert und steht über Nacht draußen. Die Gefahr von Sturm- oder Hagelschäden ist daher höher. Eine Teilkasko mit Selbstbeteiligung von 150 Euro schützt sie vor Wetterereignissen und Glasbruch. Dank ihrer hohen Schadenfreiheitsklasse zahlt sie für den Teilkaskobaustein weniger als 200 Euro pro Jahr. Sarah verzichtet bewusst auf Vollkasko, weil der Wagen nicht mehr neuwertig ist. Bei Diebstahl oder Totalschaden erhält sie den Wiederbeschaffungswert erstattet und ist so finanziell abgesichert.
Beispiel 2: Laternenparker im Hochwassergebiet
Kai wohnt nahe eines Flusses, der bei Starkregen über die Ufer treten kann. Sein Auto parkt auf der Straße. Er entscheidet sich trotz des moderaten Fahrzeugwertes für eine Teilkasko, um Hochwasserschäden abzusichern. Ein Starkregenereignis im Herbst setzt sein Fahrzeug unter Wasser. Die Teilkasko ersetzt die Schäden nach Abzug der gewählten Selbstbeteiligung. Ohne Teilkasko hätte Kai die Reparaturen von mehreren Tausend Euro aus eigener Tasche bezahlen müssen. Sein Beispiel zeigt, dass die Naturgefahrenabdeckung ein wichtiger Baustein sein kann.
FAQ zur Teilkasko
Welche Schäden deckt die Teilkasko ab?
Teilkasko übernimmt Schäden durch Diebstahl, Brand und Explosion, Glasbruch, Naturgewalten wie Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung sowie Kollisionen mit Haarwild. Einige Tarife erweitern den Schutz auf weitere Tiere und Marderbisse.
Wann lohnt sich eine Teilkasko?
Sie lohnt sich bei Fahrzeugen mittleren Alters, deren Wert einen Totalschaden deutlich spürbar machen würde. Auch bei finanzierten Fahrzeugen, wenn Vollkasko keine Pflicht ist, kann Teilkasko sinnvoll sein.
Wie hoch sollte die Selbstbeteiligung in der Teilkasko sein?
Üblich sind 150 Euro. Wer mehr Eigenanteil übernimmt, spart bei der Prämie, muss im Schadensfall aber tiefer in die Tasche greifen. Wähle einen Betrag, den du problemlos stemmen kannst.
Sind Wildschäden in der Teilkasko versichert?
Standardmäßig ja – aber nur Kollisionen mit Haarwild. Einige Tarife decken auch Zusammenstöße mit anderen Tieren. Prüfe diese Klausel, wenn du in landwirtschaftlichen Regionen fährst.
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